24 Mai 2013
"Wie kriege ich einen gnädigen Gott?"Das sei, so habe ich in meinem Konfimanden-Unterrricht gelernt, die zentrale Frage Luthers gewesen. Und die Antwort fand er im Brief des Apostel Paulus an die Römer: "So halten wir denn dafür, dass der Mensch gerecht werde, nicht durch des Gesetzes Werke, sondern allein durch den Glauben."
Frage: An was?
Antwort des Konfirmanden Dede: ... dass Jesus, der im Neuen Testament als der Christus bezeichnet wird, der Sohn Gottes sei, der durch seinen Tod am Kreuz die Menschheit von der Sünde erlöst hat.
Das ist die, im Grunde einfache, Botschaft des Apostels, die er etwa bis zum Jahre 60 verkündet haben soll. Dann, so die Legende, soll er von den Römern hingerichtet worden sei.
Warum?
Die Christen seien für den Brand Roms, den in Wahrheit der Kaiser Nero selbst verursacht haben soll, verantwortlich gemacht worden. Und si kam es zu der ersten Christenverfolgung, und in diesem Zusammenhang soll Paulus das Martyrium erlitten haben.
Wie das?
Wenn wir den Tod Jesu in Jerusalem auf das Jahr 30 ansetzen, müsste die christliche Religion bereits 30 Jahre später in Rom so wichtig und zugleich so unbeliebt geworden sein, dass der Gouverneur glaubte, sie als die Schuldigen vorschieben zu können.
Kann das so gewesen sein?
Tatsächlich nahmen die Römer noch um das Jahr 100 herum die Christen als eine Sekte der Juden wahr, also keineswegs als eigene Religion, und die Juden empfand man als eigenartig, ja fremd, denn einmal lehnten sie den Glauben an die vielen Götter der Antike ab, und verehrten nur einen, der noch nicht einmal einen Namen hatte, und zum Andern hatten nur einen Tempel und der stand im fernen Jerusalem. Ihre Gemeindeversammlungen, beispielsweise in Rom, fanden in schlichten Gemeindesälen statt, denn sie schmückten ihre Synagogen nicht mit Bildern und Statuen.
Reichte das aus, um die Juden in Rom als Sündenböcke zu stigmatieren und dem Volkszorn preiszugeben? Werden da nicht Erfahrungen, die man einige Jahrhunderte später machte, auf das Ende der julischen Kaiser zurück projiziert?
Vielleicht findet sich ein Fachmann (oder auch eine Fachfrau) der mir die Frage beantworten kann.
Richtig ist sicher, dass sich die theologische Diskussion in den Jahrzehnten zwischen 60 und 100 p. Chr. weiter entwickelt hat. Das können wir beispielsweise dem Klemensbrief entnehmen, der vermutlich in den Jahren 96-99 in Rom geschrieben wurde, und in dem wir lesen: "Von seinem Sohne aber sprach der Herr also: Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt; fordere von mir, und ich werde dir Völker zu deinem Erbe geben und zu deinem Besitz die Enden der Erde. Und wiederum sagt er zu ihm: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache. Welches sind nun deine Feinde? Die Bösen und die Widersetzlichen gegen seinen Willen." (Klemensbrief 36, 4-6). Der Abschnitt wird mit der Feststellung eingeleitet: "Dies ist der Weg, Geliebte, auf dem wir unser Heil fanden ..." nämlich sicherlich auch durch den Glauben an Jesus Christus, wie Paulus das gepredigt hatte, aber der hatte hatte zur Folge, dass der Christ sich in die Kirche einfügen und ihren Autoritäten gehorchen musste.
Der Glaube dient also dazu, die Mitglieder der Gemeinde zu disziplinieren, was dadurch geschah, dass man den sehr abergläubigen Menschen dieser Zeit, dass sie nah ihrem Tode ewig in der Hölle schmoren würden, was die Evangelikalen aber auch die orthoxen Christen mehr oder minder noch heute predigen - und erstaunlicherweise gibt es noch immer Leute, die den Quatsch glauben und sich so knechten lassen. Der christliche Glaube ist also immer verschwistert mit der Angst, vor dem "altbösen Feind" wie Luther dichtet und seine Anhänger noch heute zumindest am "Reformationstag" singen.
Und wer ist damit gemeint? Anmerkung: Ja, manchmal habe ich wirklich Grund um Staunen. Meine bisherige Erfahrung geht dahin, dass die Zionisten, sobald sie erkennen, dass ich ihr Dogma nicht anerkenne, jeglichen Verkehr mit mit mir abbrechen und mich als "Antisemiten" verleumden mit der Folge, dass dann auch alle Anderen schreiend davon laufen, weil sie befürchten müssten, ebenso niederträchtig niedergemacht zu werden. was den bürgerlichen Tod zur Folge haben würde. Und dann stiße ich im Internet auf einen Zionisten, der mich, wenigstens anfangs, ruhig anhörte und mich dann fragte,wie ich denn den Begriff des Faschismus definierte. Das verwirrte mich, denn bis dahin hatte ich mich eigentlich nur mit der deutsch-völkischen Ideologie beschäftigt, die nach meiner Ansicht die übelste Religion ist, die der Mensch bisher ausgebrütet hat, was ich an dieser Stelle nicht erneut begründen will. Es mag ein Hinweis genügen: Auschwitz ist aus meiner Sicht das deutsch-nationale Verbrechen schlechthin - reicht das für den Augenblick? Nun kennen wir den Faschismus in verschiedenen Formen, nicht nur den deutschen, sondern auch den
· sowjetischen mit Stalin,
· den italienischen mit Mussolini,
· dem rumänischen mit Ceaucescu,
· den polnischen mit Bierut,
· den spanischen mit Franco,
· den französischen unter Pétain,
· den portugiesischen mit Salazar,
und viele Andere Varianten.
Was unterscheidet sie jeweils voneinander und von den Regimen irgendwelcher Gängster, die sich irgendwo an die Macht geputscht haben,?
Ich will versuchen, eine Antwort zu geben - aber erst morgen.
23 Mai 2013
Es geht also um den erigierten Penis, dem die Griechen einst einen eigenen Gott widmeten, den die Christen aber zu vernichten trachteten, wie die Statuen zeigen, denen dieses Glied abgeschlagen wurden. Und in diesem Zusammenhang wären auch die schamhaften Bilder Tukes zu nennen, dessen Jünglinge keinen Penis zeigen, schon gar keinen erigierten!Um was geht es hier?
Gehen wir wieder auf den Anfang der christlichen Religion zurück.
Ihr Ursprung lag, so meine These, in der kollektiven Trauer seiner Gemeinde um Jesus von Nazareth, den die Römer überraschenderweise gekreuzigt hatten. Ihm waren seinerzeit Anhänger gefolgt, die zu Lebzeiten des Nazareners noch locker strukturiert waren. Dem Neuen Testament können wir entnehmen, dass es eine engere Jüngerschar gab und dann darüber hinhaus, sagen wir, Hörer, die sich versammelten, wenn Jesus irgendwo hinkam. Dieser Kreis verstreute sich, als die Symbolfigur gekreuzigt und damit gescheitert war, was im Neuen Testament eindrucksvoll geschildert wird, indes gab es dann Jemanden, sagen wir Petrus, der, nachdem die Römer das Interesse an dem vorgeblichen König der Juden verloren hatten, die Meute wieder zusammen rief. So entstand dann die, wie ich sage, jesuanische Gemeinde, die jedoch unterging, als Jerusalem im Jahre 70 nach Christus unterging.
Zu diesem Zeitpunkt war Jesus, so weit wir wissen, bereits 40 Jahre tot, Zeit genug, dass diejenigen, die den Nazarener noch erlebt hatten, das, was sie von dieser charismatischen Persönlichkeit wussten oder ihm zuschrieben - das ließ sich im Einzelnen nicht auseinander halten - verbreiten konnten, wobei sie sozusagen auf dem jüdischen Erbe der jesuanischen Theologie aufbauten, dann aber das, was sie von ihre Mythen, mit den beiden herrschenden Religionen der Zeit verbanden - der Gnosis und dem Mithras-Kult. Und das Ergebnis dieses Prozesses, den wir heute kaum noch analysieren können, war das, was wir heute als Christentum bezeichnen. Wir haben es hier also mit einer synkretistischen Religion zu tun, in der nicht ein einziger originaler Gedanke enthalten ist, Alles ist vielmehr, von Denjenigen, die sich dann auf Christus beriefen, irgendwie zusammen geklaubt und in einen neuen Zusammenhang gebracht worden, wobei die Erinnerung an den jüdischen Ursprung mehr und mehr verloren ging. Das Prozess dauerte, vom Tode Jesu an gerechnet, etwa 70 Jahre. Im Jahre 100 etwa hatte der Presbyter Johannes, der angeblich das nach ihm benannte vierte Evangelium geschrieben haben soll, hat keine Erinnerung mehr an die mosaische Religion. Bei ihm traten die Juden endlich als Feinde, mehr noch: als die Kinder des Teufels auf, und damit war der Antisemitismus in die Welt gebracht, aber selbst der war nicht von den Christen erfunden. Der war das Werk des Seleukiden-Königs Antinoos Epiphanes, aber seine judenfeindliche Ideologie wurde zum Bestandteil der neuen Mischreligion, die wir als Christentum bezeichnen, und dann von ihr durch die Jahrhunderte geschleppt, bis sie von den Deutschnationalen und den Bolschewiken übernommen, mit jeweils anderen Begründunge übernommen wurde, wobei der syrische König bald vergessen war, aber der Gegensatz zwischen Christen und Juden blieb bestehen und führte dann im Dritten Reich zur Katastrophe von Auschwitz. Anmerkung: Die SPD lobt sich selbst.
Zu Recht?
Es kommt offenbar auf den Standpunkt an. Denn wenn sie wenn sie tatsächlich eine revolutionäre Partei gewesen wäre, würde es sich vermutlich heute nicht mehr geben, aber das war sie nie, und so wich sie von der rein-marxistischen Lehre ab - und besteht heute noch. Darf ich das so formulieren?
Jedenfalls ist die SPD heute eine liberale Partei, die in der Theorie demokratisch strukturiert ist, in der Praxis nicht. Daraus ergibt sich ein struktureller ideologischer Widerspruch, den die Organisation offenbar nicht überwinden kann. Deshalb hat sie die jede Überzeugungskraft eingebüßt, was heute besonders an der Gestalt Gerhard Schröders deutlich wird, der als gehorsamer Diener des russischen Präsidenten Putin und als mutmaßlich mehrfacher Millionär jede Glaubwürdigkeit verloren hat.
Nun gut, das Ende eine solchen Karriere mag typisch sein, aber ich möchte doch daran erinnern, dass es einmal in der SPD zum guten Ton gehörte, nicht "bei Hofe zu gehen", wenn der Kaiser im Weißen Saal des Berliner Stadtschlosses den Reichstag eröffnete. Aber damals stimmten die Sozialdemokraten bereits den Kriegskrediten zu und am 17. Mai 1933 billigte die Reichstagsfraktion dieser Partei den Terror der Nazis, die Judenverfolgung und die Aufrüstung, was Hitler an diesem Tage ineiner Regierungserklärung zwar verschlüsselt, aber für die Zuhörer deutlich genug angekündigt hatte.
Über all das wurde heute in Leipzig geschwiegen. Auch Präsident Hollande war höflich genug, um über diese dunklen Seiten der Sozialdemokratie hinweg zu gehen, obwohl gerade die Franzosen schrecklich unter den Folgen des Verrats der deutschen Genossen zu leiden hatten. Und nicht nur sie: Nach dem Versagen der Reichstags-Fraktion gab es in Deutschland zwar Sozialdemokraten, die Widerstand gegen die Nazi-Regierung leisteten, aber es gab, aller Lobhudelei zum Trotz, keinen sozaldemokratischen Widerstand.
So viel zur Geschichte.
Und heute?
Die SPD ist heute eines der Klettergerüste, in denen sich gesinnungslose Opportunisten nachoben hangeln - um was zu werden?
Millionäre.
Wie Gerhard Schröder.
